Verstehen, was wirklich gesund ist – statt blind zu vertrauen
Artgerechte Ernährung für
Hund & Katze
Viele Hunde und Katzen werden heute älter – aber nicht gesünder. Hautprobleme, Juckreiz, Allergien, Verdauungsstörungen oder chronische Entzündungen gehören für viele Tierhalter längst zum Alltag. Oft wird das als „normal“ abgetan. Ist es aber nicht.
Die meisten dieser Probleme entstehen nicht plötzlich.
Sie entstehen schleichend – durch jahrelange, ungeeignete Ernährung.
Hund und Katze sind Fleischfresser – Biologie funktioniert anders als Marketing

Hund und Katze sind von Natur aus Fleischfresser.
Ihre Verdauung, ihr Stoffwechsel und ihr gesamter Organismus sind darauf ausgelegt, tierische Nahrung zu verwerten.
Das zeigt sich deutlich an:
-
einem kurzen Verdauungstrakt
-
Enzymen für tierisches Eiweiß
-
einer nur begrenzten Fähigkeit, Stärke zu verarbeiten
Gerade bei der Katze ist das besonders ausgeprägt: Sie ist ein obligater Carnivore, also zwingender Fleischfresser.
Trotzdem bestehen viele Futtersorten heute zu großen Teilen aus:
-
pflanzlichen Füllstoffen
-
stark verarbeiteten Kohlenhydraten
-
technologischen Hilfsstoffen
Nicht, weil das für das Tier optimal wäre – sondern weil es günstig, haltbar und gut vermarktbar ist.
Warum selbst „gutes“ oder teures Futter oft Probleme macht
Viele Tierhalter kaufen bewusst hochwertig, teuer oder „vom Tierarzt empfohlen“.
Und trotzdem bleiben die Probleme.
Der Grund liegt selten im guten Willen – sondern im Detail.
Typische Schwachstellen moderner Fertigfutter:
-
unklare oder geschönte Deklarationen
-
stark verarbeitete Rohstoffe
-
isolierte Proteinquellen
-
synthetische Vitamine und Mineralstoffe
-
Zusätze zur Akzeptanz-, Kot- oder Geruchssteuerung
Das Tier wird satt – aber der Körper wird nicht sinnvoll versorgt.
Zutaten lesen lernen – der wichtigste Schritt zur Gesundheit
Die Zutatenliste ist kein Nebenthema.
Sie entscheidet über langfristige Gesundheit oder schleichende Belastung.
Wichtige Fragen beim Blick auf das Futter:
-
Steht Fleisch an erster Stelle – oder Getreide bzw. pflanzliche Masse?
-
Sind die Rohstoffe klar benannt oder schwammig zusammengefasst?
-
Ist die Zutatenliste kurz und nachvollziehbar – oder technisch aufgebläht?
-
Sind Zusätze sinnvoll begründet – oder reine Industriehelfer?
Begriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse“, „pflanzliche Erzeugnisse“ oder „Proteinextrakte“ sagen wenig über Qualität – aber viel über Verarbeitung.
Getreide – nicht verteufeln, sondern richtig einordnen
Getreide ist eines der emotionalsten Themen in der Tierernährung.
Die einen verteufeln es pauschal, die anderen nutzen es hemmungslos als billigen Füllstoff. Beides greift zu kurz.
Nicht jedes Getreide ist automatisch schlecht.
Entscheidend sind Menge, Aufbereitung und Funktion im Futter.
Problematisch ist Getreide vor allem dann, wenn:
-
es den Hauptbestandteil des Futters ausmacht
-
es schlecht oder gar nicht aufgeschlossen ist
-
es Fleisch als Eiweißquelle ersetzt
-
es den Stoffwechsel dauerhaft belastet
Rohes oder nur grob verarbeitetes Getreide ist für Hund und Katze schwer verdaulich und kann Verdauung und Stoffwechsel unnötig fordern.
Voraufgeschlossenes Getreide in Maßen kann sinnvoll sein
Wird Getreide voraufgeschlossen, also technisch so behandelt, dass es für den Körper leichter verwertbar ist, verändert sich die Bewertung deutlich.
In kleinen Mengen und klar untergeordnet zum Fleischanteil kann voraufgeschlossenes Getreide:
-
Energie liefern, ohne den Stoffwechsel zu überlasten
-
die Futterstruktur sinnvoll ergänzen
-
bei manchen Tieren sogar die Verträglichkeit verbessern
Wichtig bleibt dabei immer:
👉 Getreide ist Ergänzung, nicht Grundlage.
Qualität schlägt Ideologie

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Getreide – ja oder nein?“
Sondern:
-
Wie viel ist enthalten?
-
In welcher Form?
-
Mit welchem Zweck?
-
Und in welchem Gesamtzusammenhang?
Ein Futter mit:
-
hohem, hochwertigem Fleischanteil
-
klarer, ehrlicher Deklaration
-
schonender Verarbeitung
-
ausgewogener Mineralstoffversorgung
kann auch mit kleinen Anteilen aufgeschlossenem Getreide sinnvoll sein.
Umgekehrt bleibt ein getreidefreies Futter problematisch, wenn es:
-
stark verarbeitet ist
-
voller künstlicher Zusätze steckt
-
oder mit minderwertigen Proteinquellen arbeitet

Das oft unterschätzte Thema: mineralisches Ungleichgewicht
Selbst gutes Fleisch reicht nicht aus, wenn das mineralische Gleichgewicht nicht stimmt.
Mineralstoffe und Spurenelemente wirken nicht isoliert, sondern immer im Zusammenspiel. Gerät dieses Zusammenspiel aus der Balance, kann der Körper sie nicht sinnvoll nutzen – selbst dann nicht, wenn auf dem Papier „alles enthalten“ ist.
Damit Mineralstoffe dem Tier wirklich dienen, müssen sie:
-
im richtigen Verhältnis zueinander stehen
-
für den Körper gut verfügbar sein
-
zum gesamten Futterkonzept passen
Ein Zuviel an isolierten, synthetischen Zusätzen kann dabei genauso problematisch sein wie ein echter Mangel.
Warum Wildtiere damit kaum Probleme haben
In der freien Wildbahn entsteht dieses Gleichgewicht automatisch.
Nicht, weil Wildtiere robuster wären – sondern weil sie ganze Beutetiere fressen.
Ein Beutetier liefert:
-
Muskelfleisch
-
Innereien
-
Knochen
-
Bindegewebe
-
Blut
Diese Bestandteile ergänzen sich natürlich. Instinktiv werden auch Kräuter, Gräser oder Beeren gefressen.
Mineralien, Spurenelemente und Nährstoffe liegen in ihrer ursprünglichen Form und Relation vor. Der Körper erkennt sie – und kann sie verwerten.
Kein Rechnen.
Keine Zusätze.
Keine Korrekturen.
Warum unsere Hunde und Katzen hier besonders anfällig sind
Unsere Haustiere leben nicht mehr von ganzen Beutetieren.
Sie bekommen:
-
zerlegte Rohstoffe
-
stark verarbeitete Bestandteile
-
isolierte Vitamine und Mineralstoffe
-
über Jahre immer gleiche Rezepturen
Hinzu kommen:
-
ausgelaugte Böden
-
frühe Ernten
-
industrielle Verarbeitung
Die natürliche Balance, die in der Wildbahn selbstverständlich ist, fehlt im Futternapf – und muss künstlich ersetzt werden. Genau hier entstehen Fehler.
Hund und Katze: gleicher Ursprung – unterschiedliche Konsequenzen
Hunde sind zwar Fleischfresser, haben sich aber über Jahrtausende in begrenztem Maß angepasst.
Sie können kleine Mengen aufgeschlossener Kohlenhydrate verwerten – wenn:
-
Fleisch die klare Basis bleibt
-
die Mineralstoffversorgung ausgewogen ist
-
Zusätze sinnvoll eingesetzt werden
Beim Hund führt ein Ungleichgewicht oft schleichend zu:
-
Fell- und Hautproblemen
-
Gelenkbelastungen
-
Stoffwechselstörungen
Katzen dagegen sind kompromissloser.
Sie sind obligate Carnivoren – ihr Stoffwechsel ist nahezu vollständig auf tierische Nahrung ausgelegt.
Schon kleine Fehler in der Mineralstoff- und Nährstoffbalance können bei Katzen schneller zu Problemen führen:
-
Nieren- und Harnwegsthemen
-
Haut- und Fellveränderungen
-
Schwächung des Immunsystems
Was beim Hund noch „funktioniert“, kann bei der Katze bereits krank machen.
Die Folge: chronische Probleme statt akuter Mängel
Viele Beschwerden entstehen nicht, weil etwas fehlt –
sondern weil über Jahre das falsche Zusammenspiel gefüttert wird.
Typische Folgen eines mineralischen Ungleichgewichts:
-
Fell- und Hautprobleme
-
ein geschwächtes Immunsystem
-
Stoffwechselstörungen
-
Gelenk- und Knochenprobleme
Diese Prozesse sind langsam, unauffällig – und werden deshalb selten mit der Ernährung in Verbindung gebracht.
Balance statt Überladung
Mehr Zusätze bedeuten nicht automatisch bessere Versorgung.
Im Gegenteil: Je isolierter Nährstoffe ergänzt werden, desto größer ist die Gefahr, das natürliche Gleichgewicht zu stören.
Artgerechte Ernährung orientiert sich deshalb nicht an Ideologien oder Einzelwerten,
sondern an Balance, Natürlichkeit und langfristiger Verträglichkeit – angepasst an Hund und Katze.

Katze ist nicht Hund – ein häufiger Denkfehler
Was beim Hund noch tolerierbar ist, kann bei der Katze bereits krank machen.
Katzen benötigen:
-
sehr hohe Anteile tierischen Proteins
-
kaum Kohlenhydrate
-
eine besonders angepasste Versorgung bestimmter Aminosäuren
Deshalb muss Katzenernährung immer noch konsequenter gedacht werden als Hundeernährung.

.jpg)
Jetzt online
Artgerecht heißt nicht extrem – sondern sinnvoll
Artgerechte Ernährung bedeutet:
-
Orientierung an der Natur des Tieres
-
ehrliche Zutaten
-
sinnvolle Ergänzungen
-
keine ideologischen Extreme
Es geht nicht um Perfektion.
Es geht um Stabilität, Verträglichkeit und Gesundheit über Jahre hinweg.
Selber kochen, Fertigfutter oder Beratung?
Viele Tierhalter stehen irgendwann vor dieser Entscheidung.
-
Selber kochen kann funktionieren – erfordert aber Wissen und Konsequenz
-
Fertigfutter ist bequem – funktioniert aber nur bei guter Qualität
-
Eine fundierte Beratung spart oft Zeit, Geld und Tierarztkosten
Entscheidend ist nicht der Weg, sondern das Verständnis für die Bedürfnisse deines Tieres.
Klarheit statt Verunsicherung
Wenn du das Gefühl hast:
-
dein Tier verträgt sein Futter nicht richtig
-
Probleme kommen immer wieder
-
du blickst bei Inhaltsstoffen nicht mehr durch
dann liegt das nicht an dir.
Der Futtermittelmarkt ist komplex – und genau so aufgebaut.
👉 Wenn du Orientierung willst
Ich helfe dabei, Futter zu verstehen, Fehler zu vermeiden und eine Lösung zu finden, die zu deinem Tier passt – kostenlos und unverbindlich.
Denn Gesundheit beginnt nicht nur im Napf.
Sondern bei der Entscheidung, hinzuschauen.